Diese Rügenseiten gehören zum Projekt www.reiseland-mecklenburg-vorpommern.de
Bilder aus Mecklenburg-Vorpommern
Diese Seite über die Stubbenkammer ist verbunden mit waren.de
Diese Seite über die Stubbenkammer ist verbunden mit waren.de
Highlights für Ihren Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern
Diese Seite über den Hiddensseschmuck ist verbunden mit dem vogelpark-marlow.de

Diese Seite über den Hiddensseschmuck ist verbunden mit meeresarchaeologie.de

 
König Olav (Olaf) Tryggvason
wichtig, aber wenig bekannt
Diese Seite über den Hiddensseschmuck ist verbunden mit waren.de

Über den norwegischen König Olav (Olaf) Tryggvason (geb. 963, nach anderen - weniger realistischen - Quellen 968 oder 969; gestorben am 9. September 1000), sicherlich eine der interessantesten Wikinger-Persönlichkeiten zum Ende des vorletzten Jahrtausends, ist die Quellenlage ausserordentlich dürftig. Das ist insofern merkwürdig, als er die Christianisierung Norwegens und eigentlich ganz Nordeuropas betrieb und dabei wohl auch nicht zimperlich gewesen sein soll. Es handelte sich zweifellos um eine brutale Zwangschristianisierung nach dem Motto: Taufen oder Tod.

Fest steht immerhin, dass Olav (Olaf) ausserordentlich weit gereist war. In seinem kurzen Leben (er wurde nicht einmal 40, vielleicht sogar nur 31 Jahre alt) taucht dieser umtriebige norwegische König in England auf und in Island, er war wahrscheinlich in Nordfrankreich und auf mehreren Inseln zwischen Britannien und Island. Er hatte verwandtschaftliche Beziehungen zu den Slawen in der Odermündung (Wolin, Jomsburg, Vineta?)

Olav (Olaf) Tryggvason war wohl ein Hitzkopf, der sich diplomatisch nicht immer geschickt verhalten hat.

Sein missionarischer Eifer bei der Christianisierung Nordeuropas war gepaart mit seinem Hegemoniestreben als weltlicher Herrscher. Durch Heirat (er hatte immerhin 4 Frauen) und durch das Schwert versuchte er, den Machtbereich seines christlichen Königreichs bis in die südliche Ostsee auszudehnen.

Dort aber hatte der Dänenkönig Sven Gabelbart (Svend Tveskæg, Sohn von Harald Blauzahn und Schwager von Olav) - ein bekennender Wikinger und somit natürlicher Gegner des mittlerweile christlichen Norwegers - das gleiche Ziel, allerdings unter nicht-christlichen Vorzeichen. (Vor dem Übertritt von König Olav waren die beiden im Jahre 994 übrigens Kriegspartner gegen die Engländer gewesen.)

Die unterschiedliche Weltanschauung, die sich widersprechenden, weil gleichgerichteten weltlichen Machtansprüche und die persönlichen Aversionen zwischen Olav Tryggvason und Sven Gabelbart mit seinen Verbündeten (es ging z.T. um Rache für durch den Norweger gedemütigte und getötete Fürsten) waren eine explosive Mischung, die letztlich zur Seeschlacht bei Svoldr (Svolder) führte (s.dazu auch svolder.de)

Olaf Tryggvason unterlag in dieser grossen Seeschlacht. Um der Gefangenschaft zu entgehen, soll er über Bord gesprungen und ertrunken sein. Anderen Quellen zufolge gelang Olaf Tryggvason die Flucht zurück nach Jomsburg/ Wollin - möglicherweise inkognito und auf dem Landweg.

Der Grund für die Reise von Olaf Tryggvason nach Jomsburg/ Wollin/ Wolin ist nicht geklärt, es scheint sich aber nicht um einen Kriegszug gehandelt zu haben, denn der Norweger war dem Slawenherrscher Boleslaw freundschaftlich verbunden. Beide waren engagiert bei der Verbreitung des Christentums.

Im Kontext der Geschichte muss man davon ausgehen, dass Tryggvason versuchen wollte, den Wendenfürsten Bolelaw zu einer Achse Norwegen-Pommern zu bewegen. Ein (Militär-) Bündnis mit den Slawen hätte Tryggvason wohl in die Lage versetzt, nicht nur sein Königreich Norwegen wirksam und dauerhaft von Dänemark abzukoppeln, sondern seinerseits die Vormachtstellung im Ostseeraum zu erringen.

Möglicherweise war zumindest eines der Ziele der Reise des Norwegers aber auch, Verhandlungen über die Rückführung einer nicht näher benannten Mitgift der norwegischen Königin Tyra Haralddottir nach Norwegen zu führen (Tyra war kurzzeitig mit Boleslaw verheiratet gewesen und hatte diese Mitgift bei ihrer Flucht vor dem Ehemann in Pommern lassen müssen.)

Bei dieser Deutung der Geschichtsschreibung kann man zu dem Schluss kommen, dass es sich bei der Mitgift u.a. um den Schmuck der Königin gehandelt haben könnte - möglicherweise der wunderbare Wikingerschmuck, der unter dem Namen Hiddenseeschmuck (Goldschatz von Hiddensee) bekannt geworden ist.


Diese Seite über den Hiddensseschmuck ist verbunden mit dem indianermuseum-gevezin.de
nach oben
Diese Seite über den Hiddensseschmuck ist verbunden mit slawendorf.de
An dieser nicht-komerziellen WebSite wird noch gearbeitet, letztes UpDate war am 14.01.2011
Trotz sorgfältiger Recherche übernimmt der Herausgeber keinerlei Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.
Die mit dieser Seite verbundenen Projekte und das Impressum finden Sie hier