|
Das
Schliemann-Museum in Ankershagen in Mecklenburg
|
|
|
|
||
|
Mecklenburgische
Seenplatte:
Städte & Regionen |
Mecklenburgische
Seenplatte:
Unterkünfte |
Mecklenburgische
Seenplatte:
Ausflugstipps + Freizeit |
|
|
Das Dorf Ankershagen - ca. 20 km östlich der Stadt Waren am Rande des Müritz-Nationalparks - kann sich rühmen, dass dort der Entdecker Trojas, der Archäologe Heinrich Schliemann (1822 - 1890) seine Kindheit verbracht hat. Im ehemaligen Pfarrhaus - der Vater des Forschers war evangelischer Pfarrer in dem kleinen mecklenburgischen Ort - ist heute ein Museum untergebracht.
Heinrich Schliemann
wurde zwar in Neubukow zwischen Wismar und Rostock geboren, kam aber
schon als Kleinkind nach Ankershagen und verbrachte hier seine Kindheit.
Diese Zeit hatte zweifellos erheblichen Einfluss auf das Wirken des
Wissenschaftlers, der seine archäologische Laufbahn eigentlich
erst mit über 40 Jahren aktiv begann. Bis zu diesem Zeitpunkt
bereitete er sich auf seinen Kindheits- und Lebenstraum vor: Er war
ungewöhnlich fleissig und hart gegen sich selbst, scheffelte
Geld - mit Fleiss, Glück und gelegentlich wohl auch einer Portion
Skrupellosigkeit - und er lernte, lernte, lernte, .... Insbes. für
das Erlernen von Sprachen - er konnte sich schliesslich in über
20 Sprachen mehr oder weniger gut verständigen - hatte er nicht
nur eine "Ader", sondern auch ein spezielles System.
Vor allem aber vergaß er niemals seinen Kindheitstraum aus der Zeit in Ankershagen: "Diese gewaltigen Mauern der Stadt Troja können nicht spurlos verschwunden sein und ich werde sie finden!" Schliemann stützte sich bei seinen Forschungen konsequent, geradezu verbohrt, auf die Werke des griechischen Dichters Homer. Als wohl erster Wissenschaftler - viele sind ihm später auf diesem Weg gefolgt - erschloss er die Literatur als Quelle bei historischen Forschungen. Es ist wahrscheinlich kein reiner Zufall, dass der Entdecker Trojas seine Kindheit in einem Ort verlebte, in dem auch der Übersetzer der Werke Homers, der deutsche Dichter Johann-Heinrich Voss (1751 bis 1826) einige Jahre gelebt und gearbeitet hatte. Fest steht jedenfalls, dass Schliemann schon Kontakt mit den Werken Homers und dem von ihm besungenen Krieg gehabt hat, als andere Kinder noch mit Teddys spielten.
Das Schliemann-Museum in Ankershagen existiert seit 1980 und hat sich aus einer sehr kleinen Initiative zu einem "richtigen" Museum entwickelt. Es soll (nach Berlin) den umfangreichsten gegenständlichen und wissenschaftlichen Fundus über den berühmten Archäologen besitzen. Die Exponate, die sich auf Troja beziehen, sind z.T. Originale, z.T. aber auch (sehr schöne) Nachbildungen. Das Museum ist
sehr übersichtlich. Es ist ein "Personenmuseum"; es
beschäftigt sich also mit der Person Schliemanns. Zahlreiche
interessante und gut lesbare Schautafeln geben einen umfassenden,
aber eben "leicht verdaulichen" Überblick über
das Schaffen des geschäftstüchtigen Archäologen. Neben
den zahlreichen Dokumenten zum Lebensweg des berühmten Mecklenburgers
sehen Sie dort schöne Nachbildungen von Stücken aus dem
"Schatz
des Priamos" Wer sich auch nur ein bischen für Schliemmann und sein Schaffen interessiert, wird hier problemlos zwei Stunden verbringen können. In der Umgebung gibt es eine ganze Reihe attraktiver Rad- und Wanderwege (in nächster Nähe des Dorfes ist die Havelquelle!), so dass Sie mit Ankershagen wahrscheinlich einen ganzen schönen Urlaubstag füllen können. Ggf. kann man das Schliemann-Museum auch mit einem Besuch des Hexenkellers im nahen Penzlin verbinden. Das
Schliemann-Museum befindet sich in der Öffnungszeiten
des Museums:
|
||||||
|
Diese
Seite gehört zum Projekt waren.de
bzw. |
|||||||