Ralswiek
auf Rügen ist eine kleine Gemeinde (weniger als 300
Einwohner) auf Rügen, die zum Amt Bergen
gehört. Zur Zeit der Slawen war Ralswiek ein bedeutender
Hafen im Ostseeraum.
Der
hübsch und verkehrsgünstig nur 7 Km von der Kreisstadt
Bergen entfernt liegende Ort ist bekannt für die Störtebeker-Festspiele:
Das aufwendige Freilichtspektakel lockt jährlich Hunderttausende
von Zuschauern an und gehört sicherlich zu den wichtigsten
touristischen Attraktionen der Insel Rügen.
Direkt
oberhalb der Freiluftbühne liegt das sehr schöne Ralswieker
Schloss. Es ist nur wenig älter als 100 Jahre und birgt
heute ein bekanntes Schlosshotel. Der Schlosspark beherbergt eine
Reihe alter und seltener Bäume.
Ein
attraktiver Seglerhafen am Rande des Ortes lässt Ralswiek
zu einem wichtigen Stützpunkt für Wassersportler werden.
Uralte
Siedlungsgeschichte:
Ralswiek
war wohl schon vor 8000 Jahren (also in der späten Mittelsteinzeit)
besiedelt; ab dem 8. Jahrhundert war es ein bedeutender Seehafen
der Westslawen. Die archäologischen Funde deuten auf
weitreichende kulturelle und Handelsbeziehungen hin:
Bei
den Ausgrabungen zwischen 1967 und 1980 wurden u.a. vier bis zu
14 Meter lange und 3,40 Meter breite Wikingerboote entdeckt.
Aber der Ort war damals nicht nur ein Treffpunkt normannischer
und slawischer Kultur, wie
zahlreiche archäologische Funde beweisen, sondern es gab
offenbar auch Beziehungen in fernste Länder. Sie können
sich darüber im Kulturhistorischen
Museum in Stralsund informieren; u.a. ist dort auch der
bedeutende Schatzfund zu sehen, der aus arabischen Münzen
besteht und der damit die Handelsbeziehungen Ralswieks bis in
den Mittelmeerraum belegt.