Das
Ostseebad Binz an der "Proraer Wiek" im Osten
von Deutschlands grösster Insel hat sich wie keine andere
Gemeinde Rügens dem Tourismus verschrieben. Es ist eine Art
"nobler Massentourismus", was heissen soll: Viele Menschen,
die aber bereit sind, Preise zu zahlen, die im Massentourismus
sonst eher unüblich sind.
Immer
mehr aber zieht es auch Anbieter nach Binz, die sonst eher von
Sylt und anderen Tummelplätzen der Schickeria bekannt sind.
Binz bietet Platz für alle!
Das
Seebad liegt landschaftlich begünstigt an einem feinsandigen
Strand, der sich Richtung Sassnitz
bis zum Fährhafen Mukran hinzieht. Auf der anderen Seite
grenzt der Ort an das hügelige Waldgebiet der Granitz
mit dem berühmten "Jagdschloss
Granitz".
Das
Geschäftsleben der Stadt - pardon, des Ortes, denn
Binz ist tatsächlich keine Stadt mit Stadtrechten
- spielt sich eigentlich nach wie vor in einer einzigen Strasse
ab, die direkt auf die Seebrücke am Strand zuläuft.
Von dort gibt es eine Schiffsverbindung nach Sassnitz. Diese Hauptstrasse
ist 2008 neu gestaltet worden und erfüllt jetzt eigentlich
alle Erwartungen. Der Ort hat sich in den letzten Jahren insgesamt
sehr gut entwickelt (alle diejenigen, die dem alten Fischerstrand,
dem etwas verkommenen Charme der DDR und der Ruhe nachtrauern,
mögen uns diese Formulierung bitte verzeihen).
Ein
echter Gewinn für den Ort ist zweifelsfrei der Ausbau einer
Kurpromenade am Schmachter See, die durch die Hauptgeschäftsstrasse
und ihre Verlängerung direkt in einer geraden Linie mit der
Ostsee-Seebrücke verbunden ist. Durch dieses Ensemble "Schmachter
See - Ostsee" hat sich Binz eine absolut einmalige Konstellation
geschaffen - unseres Wissens einmalig an der ganzen deutschen
Ostseeküste!
Das
touristische Leben spielt sich jetzt an beiden Endpunkten
der Hauptstrasse ab - sehen und gesehen werden auf der Strandpromenade
mit ihrem bekannten Kurhaus und auf der neuen wunderschönen
Kurpromenade am Schmachter See.
Für
die übrige Zeit des Tages bleiben schier endlose und riesige
Hotel- und Ferienwohnungs-Anlagen, z.T. mit Resort-Charakter und
umfassenden Service. 100,- Euro pro Tag für eine Ferienwohnung
gelten als "gut durchsetzbarer Preis"; man kann aber
auch das Doppelte bezahlen. Dafür hat man in Binz dann auch
alle Möglichkeiten, die "man" so braucht - bis
hin zur Spielbank.
Aber
auch sonst haben Sie jede Menge Möglichkeiten, Ihr Geld loszuwerden:
Mode und Schmuck (insbesondere natürlich Bernsteinschmuck),
Wohnaccessoires und natürlich bei jeder Art von Gastronomie.
Aber in Binz schmecken Bier und Eis zu jeder Jahreszeit.
Wer
"was erleben" will, ist in Binz richtig, wer Ruhe und
Erholung sucht, wird eher in die Badeorte Mönchguts
fahren oder vielleicht auch nach Sassnitz.
Apropos
Sassnitz: Von der Binzer Seebrücke gibt es reglmässig
die Möglichkeit mit dem Ausflugsschiff nach Binz zu fahren.
Wem
das il-dolce-far-niente in Binz nicht reicht, der hat in der Nähe
eine ganze Reihe von Möglichkeiten, sich in Museen oder der
Natur zu zerstreuen: Das wunderschöne Waldgebiet der Granitz
mit dem berühmten Jagdschloss oder die Einrichtungen in und
bei Prora, insbes. das "Museum
zu Anfassen", ein attraktives Experimenteum für
Jung und Alt oder das Eisenbahn-
und Technik-Museum in Prora. Neben weiteren Ausstellungen
und Museen gibt es in Prora auch einen Hochseilgarten und - weniger
sportlich, aber sehr kurzweilig - eine Fahrt mit dem "Rasenden
Roland":
Binz
ist mit zwei Eisenbahnen erreichbar: Einmal ist Binz der
Knoten- und Umsteigebahnhof für den "Rasenden
Roland", Rügens Kleinbahn, die von hier nach
Göhren bzw. nach Putbus
fährt. Andererseits ist Binz auch sehr gut an das Streckennetz
der Deutschen Bundesbahn angebunden.
Mit
dem Auto fahren Sie am besten über Bergen
Richtung Mönchgut und dann dem Wegweiser folgend nach Binz.
Die Strasse durch die Granitz, die noch auf den meisten Strassenkarten
als Strasse eingezeichnet ist, ist schon seit Jahren für
den KFZ-Verkehr gesperrt.
Neben
Kühlungsborn und Warnemünde
ist Binz auf jeden Fall das 3. Seebad in Mecklenburg-Vorpommern,
das unbedingt zur touristischen Spitze des Landes gehört.