Der
Goldschmuck von Hiddensee (Hiddenseeschmuck, Goldschatz
von Hiddensee) ist ein Teil eines umfassenden Wikinger-Schmucks
- von Grösse, Ausstattung und Material her (fast 600 g nahezu
reines Gold!) sicherlich nicht der Schmuck eines schwedischen
Bauernmädels. Der erhaltene Teil des Schatzes besteht aus
einem Halsring, zehn kreuzförmigen Anhängern, einer Scheibenfibel
und vier Zwischengliedern. Die grösseren der Teile sind fast
handtellergross!
Obwohl
der Schmuck erst in den siebziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts
gefunden wurde - vor weniger als 140 Jahren - sind die Umstände
des Fundes eher mysteriös: Angeblich wurde der Schmuck (bzw.
die bis heute bekannten Teile) nach einer Sturmflut am Strand
von Neuendorf auf Hiddensee
gefunden.
Völlig
unklar ist, wie er dort hingekommen sein soll und wieso er denn
so einfach 'mal dort im Sand lag - nach ca. 900 Jahren. Denn
dieser wunderbare und ausserordentlich wertvolle Schmuck stammt
aus der Zeit der Wikinger, die damals sowohl friedliche
Handelsbeziehungen, als auch kriegersche Auseinandersetzungen
in die Nähe der Insel Rügen geführt haben.
Im Kulturhistorischen
Museum von Stralsund wird eine sehr schöne, orininalgetreue
Replik gezeigt; das Original wird aus Sicherheitsgründen
nur bei besonderen Anlässen aus dem Safe geholt. Verkleinerte
Nachbildungen kann man in einem Stralsunder Schmuckgeschäft
kaufen; sie sind recht hübsch, aber in keiner Weise zu
vergleichen mit den wirklich grossen, sehr eindrucksvollen Originalstücken.