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Barth -
der Zugang zur Region Fischland-Darss-Zingst
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Die kleine Hafenstadt Barth liegt zwischen Rostock und Stralsund, direkt am Bodden (s. Kasten) und bildet einen der beiden Zugänge zur Halbinsel Fischland-Darss-Zingst.

Bis 1990 war Barth eine Industriestadt bzw. eine Stadt der Schiffe und der Fischer. Mit Tourismus hatte man nicht viel zu tun, denn Barth war der industrielle Vorposten der tradionsreichen Tourismusregion Fischland-Darss-Zingst. Durch seine Lage und Grösse war Barth auch ein wichtiges Versorgungszentrum für die Urlauber.

Was sind eigentlich "Bodden"?

Unter Bodden (in anderen Gegenden "Haff") versteht man ein vom offenen Meer durch Landzungen bzw. Halbinseln ("Nehrungen") abgetrenntes Küstengewässer an der Ostsee.

Die Bodden sind typisch für die Küste Vorpommerns.

Wie fast alle der eher industriell ausgerichteten Städt Mecklenburg-Vorpommerns wurde Barth nach dem politischen Umbruch Ostdeutschlands stark gebeutelt. Alle Industriebetriebe (es gab Betriebe mit 2000 Mitarbeitern - in einer Stadt mit unter 20.000 Einwohnern!) wurden "abgewickelt", wie es genannt wurde: Die Betriebe wurden geschlossen, z.T. wurden die Maschinen von den neuen Eigentümern in den Westen verbracht. Die Stadt Barth war an einem Tiefpunkt ihrer langen Geschichte.

Seit einigen Jahren geht es langsam wieder aufwärts. Mehrere neue und einige der alten Betriebe existieren wieder, wenn auch mit (im Vergleich zu früher) verschwindend kleiner Kapazität. Der wohl bedeutendste ist eine Boots- und Reparaturwerft, auch sie aber mit weniger als 50 Mitarbeitern.

Allerdings hat sich in der Stadt touristisch einiges getan und in der neugestalteten und verkehrsberuhigten Haupteinkaufsstrasse kann man auch ganz gut bummeln gehen. Im Sommer ist Barth ein bei Freizeitkapitänen zunehmend beliebter Hafen. Immerhin sind es nur wenige Schritte von den Liegeplätzen ins Zentrum und die Boddengewässer zwischen Ribnitz-Damgarten im Westen und der Ausfahrt ist die freie Ostsee bieten Raum für mehrere Wochen Bootsurlaub. Und Barth liegt nun mal recht günstig mittendrin. Sogar die Gewässer Westrügens sind noch problemlos erreichbar - die Insel Hiddensee und die Hansestadt Stralsund liegen auf dem Wasserweg beide weniger als 50 Kilometer entfernt.


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Warum nun "Vinetastadt Barth"?

Barth hat in den letzten Jahren ausserordentliche Anstrengungen unternommen, um attraktiv für den Tourismus zu werden: Der Hafen und der Bereich zwischen der Innenstadt und dem Wasser sind recht nett gestaltet worden, die leerstehenden alten Speicher sind verschwunden, man leistet sich ein kleines Theater und in der Alten Zuckerfabrik Barth ist (in privater Initiative) ein Technikmuseum entstanden.

Die aus Barther Sicht bedeutendsten Neuerungen allerdings sind das Niederdeutsche Bibelzentrum und die Etablierung der Stadt als "Vinetastadt"

Das Bibelzentrum erfährt seine Berechtigung aus dem Umstand, dass die "Barther Bibel" - eine prachtvoll illustrierte niederdeutsche Bibelausgabe - 1588 hier in der Stadt gedruckt worden ist. Eine dieser Originalbibeln und einige weitere zwischenzeitlich erworbene Exponate kann man in Barth bestaunen - prachtvolle Zeugnisse einer mehr als 400 Jahre alten Buchdruckkunst.

Das Prädikat einer "Vinetastadt" geht zurück auf die Theorie eines Publizisten aus den 1990er Jahren, nach der Barth der Standort des legendären Handelsplatzes Vineta gewesen sei. Die Stadt hat sich diese Theorie sehr schnell zu eigen gemacht und versucht, damit touristisch zu punkten. U.a. gibt es ein Vinetamuseum, in dem die verschiedenen Vineta-Theorien auf Schautafeln dargestellt werden. Allerdings gibt es keinerlei Fundstücke o.ä. und zwar einfach deshalb nicht, weil bisher nichts derartiges gefunden wurde.

Wir haben Ihnen den Stand der Vineta-Forschung hier zusammengestellt.

Douzette-Ausstellung  in der Vinetastadt Barth

Allerdings können Sie im Vinetamuseum neben Exponaten zur Geschichte der Stadt Barth eine sehr schöne Dauerausstellung mit Werken des "Mondscheinmalers" Louis Douzette sehen. Douzette lebte lange Zeit in Barth und ist 1924 dort auch gestorben. Er war ein Spätromantiker, der eindrucksvolle Stimmungsbilder von Nachtlandschaften geschaffen hat, von denen eine ganze Reihe in Barth gezeigt werden. Diese Ausstellung im Vineta-Museum ist auch sehr schön gemacht und u.E. unbedingt einen Besuch wert.

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